World Usability Day 2014: weltweiter Aktionstag für Benutzerfreundlichkeit

World Usability Day

Die Berücksichtigung der Benutzerfreundlichkeit bei Softwarelösungen – kurz Usability – kann maßgeblich zum Erfolg sowohl von Softwareanbietern als auch von Anwenderunternehmen beitragen. Der heute am 13.11. stattfindende weltweite Aktionstag für Benutzerfreundlichkeit, der World Usability Day (WUD), lenkt mit rund 200 Veranstaltungen in mehr als 40 Ländern den Fokus auf dieses wichtige Thema und knüpft ein Band zwischen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Nutzern. In Deutschland werden bundesweit 20 Veranstaltungen durchgeführt, an denen sich auch die Projekte der Förderinitiative "Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand" des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beteiligen. Der WUD 2014 steht unter dem Motto "Engagement" und thematisiert insbesondere Fragen der User Experience.

Von Berlin über Hamburg …

Logo World Usability DayAuf dem WUD Berlin finden nach einer Keynote von Mounia Lalmas, Principal Research Scientist bei Yahoo Labs London, in vier parallelen Sessions ganztägig Workshops, Vorträge und Infopanels statt. Das Berliner Kompetenzzentrum für Usability-Maßnahmen (UseTree) bietet an verschiedenen Stellen Workshops und Beiträge an. "In unserem Workshop ‚Aller Anfang ist schwer‘ stellen wir eine modellartige Vorgehensweise vor, durch die eine umfassende Erfassung der Usability-Anforderungen ermöglicht wird", so Stefan Brandenburg von UseTree. "Hierbei werden die Anforderungen der Aufgaben, der Benutzer und der Computer unter Beteiligung der Benutzer und Benutzerinnen systematisch erfasst, um eine umfassende Betrachtung des Nutzungskontexts zu ermöglichen. Wir zeigen, wie man diese Methode mit einfachen Mitteln in kurzer Zeit umsetzen kann." Auch Unternehmensvertreter von Google, Zalando, eBay, Immobilienscout oder der Charité werden Usability-Themen präsentieren.

In Hamburg findet der WUD bereits seit 2006 an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) statt. Mit Workshops am Vormittag sowie Vorträgen rund um die Themen Usability und User Experience im Laufe des Tages wird beim diesjährigen WUD ein spannendes Programm geboten. Im Rahmen der Veranstaltung stellt sich auch das Projekt Hamburg Usability Living Lab for SME (HALLO SME) vor. "Wir verstehen uns auch über den World Usability Day hinaus als zentrale Anlaufstelle und Forum für den Austausch über Usability-Themen in der Metropolregion Hamburg", so Dr. Markus Nüttgens, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität Hamburg und Koordinator von HALLO SME. "In unserer Wissensdatenbank können sich beispielsweise künftig Usability-Experten, Hersteller und Anwender vernetzen."

… nach Darmstadt, Chemnitz und Siegen!

In Darmstadt dreht sich heute alles um "Produkte für eine bessere Welt". In einer Ausstellung und in einem Wettbewerb präsentieren Veranstalter und Teilnehmer Produkte, die Alltagsprobleme geschickt lösen. Auch das Förderprojekt Projekt Usability in Mittelstandsanwendungen (PUMa), das eine Kompetenzplattform zur Vernetzung von Usability-Experten aufbaut, beteiligt sich am WUD Darmstadt. "Unsere Plattform soll kleine und mittlere Unternehmen in die Lage versetzen, eigene Kompetenzen im Bereich Usability aufzubauen und damit kleinere Probleme in ihrem Entwicklungsprozess selbst zu lösen", so Dr. Michaela Kauer vom Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt, die das Projekt leitet.

In Chemnitz präsentiert Frank Dittrich von der TU Chemnitz, Koordinator des Kompetenzzentrums Usability für den Mittelstand (KUM), im Rahmen des WUD 2014 im Projekthaus Meteor Wissenswertes zu dem Thema Usability. "Das Projekthaus Meteor ist ein wichtiger Bestandteil unseres Kompetenzzentrums und ermöglicht es, in innovativer und kreativer Arbeitsumgebung mit Unternehmen gemeinsam neue Ideen zu entwickeln und diese in realen Testumgebungen zu erproben", so Dittrich. "Wir freuen uns in diesem Jahr Gastgeber des World Usability Day in Chemnitz zu sein." Auf dem Programm steht darüber hinaus die Verleihung des "Mensch-Maschine-Preises", mit dem innovative Entwürfe einfacher Produkte, spannende Produktideen oder Produktverbesserungen ausgezeichnet werden.

Gastgeber des WUD in Siegen ist das Projekt CUBES – Community Usability betrieblicher Software kleiner und mittelständischer Unternehmen an der Universität Siegen. "Dieses Jahr werden wir spannende Beiträge aus der Industrie, der Forschung und dem Studium sowie erstmals auch aus der Open-Source-Entwicklung präsentieren", so Prof. Dr. Volkmar Pipek, der seit mehr als 15 Jahren Methoden der benutzerorientierten Technikgestaltung in der Entwurf-, Einführungs- und Nutzungsphase erforscht und den WUD Siegen ausrichtet. "Den Abschluss bilden studentische Vorträge von Preisträgern der diesjährigen Usability Challenge sowie der CSCW-Challenge ("Computer-Supported Cooperative Work") der Gesellschaft für Informatik."

Als Koordinator und Rahmengeber des WUDs in Deutschland fungiert die German UPA, der Berufsverband zum Thema Usability und User Experience (UX). Der Verband lebt von der ehrenamtlichen Mitarbeit seiner Mitglieder, die sich der Wissensvermittlung und Meinungsbildung rund um das Thema Usability und UX verpflichtet fühlen.

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