DIGITALISIERUNG
Die Basis für digitale Sichtbarkeit: Keywords für Ihre Unternehmens-Website
© OMG Austin
Wie finden potenzielle Kundinnen und Kunden online zu dem Angebot Ihres Unternehmens? Keywords bilden die zentrale Verbindung zwischen den Suchanfragen im Netz und Ihrer Online-Präsenz. Worin sich Keywords und Suchbegriffe unterscheiden und wie eine zielführende Auswahl gelingt, erläutert das Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau.
Ohne relevante Keywords hat eine Unternehmenswebseite kaum eine Chance, in den Suchmaschinenergebnissen sichtbar zu werden. Suchmaschinen nutzen Algorithmen, um Webseiten nach ihrer Relevanz für bestimmte Suchanfragen zu bewerten. Keywords – zu Deutsch Schlagwörter oder Schlüsselwörter – helfen dabei, diese Relevanz herzustellen.
Stellen Sie sich vor, Ihre Webseite enthält keinen einzigen Hinweis darauf, welche Produkte oder Dienstleistungen Sie anbieten. Wie sollen Suchmaschinen wie Google, Bing, Ecosia und Co. Ihre Seite Ihrer potenziellen Kundschaft zuordnen? Keywords sind wie Wegweiser, die Suchmaschinen zeigen, worum es auf Ihrer Webseite geht.
Obwohl Keywords und Suchbegriffe oft synonym verwendet werden, gibt es einen Unterschied. Keywords sind die von den Unternehmen definierten Begriffe, die ihre Webseite optimieren sollen. Suchbegriffe hingegen sind die tatsächlichen Wörter, die Nutzerinnen und Nutzer in Suchmaschinen eingeben. Die Schwierigkeit für Ihr Unternehmen besteht nun darin, Keywords so auszuwählen, dass sie den Suchbegriffen Ihrer Zielgruppe entsprechen. Fragen Sie sich also: Welche Probleme hat Ihre potenzielle Kundschaft? Zu welchen Fragen könnten Antworten gesucht werden? Welche Begriffe könnten Sie also verwenden, um Lösungen zu finden?
Die richtigen Keywords bestimmen
Die Keyword-Recherche erfordert ein gutes Gespür für Sprache, Zielgruppenbedürfnisse und die Positionierung im Markt. Ein erster Schritt besteht darin, die Webseiten von Wettbewerbern zu analysieren. Dabei lässt sich erkennen, welche Begriffe besonders häufig vorkommen und wie Inhalte thematisch aufgebaut sind. Daraus können Ideen für eigene Keywords oder alternative Formulierungen entstehen, um sich gezielt abzuheben. Auch Kundenrückmeldungen sind eine wertvolle Quelle: Begriffe aus Anfragen, Bewertungen oder häufigen Fragen geben Aufschluss darüber, wie potenzielle Kundinnen und Kunden suchen und welche Themen für sie relevant sind. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf verwandte Suchanfragen, wie sie am Ende der Ergebnisseite einer Onlinesuche angezeigt werden. Um wirklich relevante Keywords zu identifizieren, hilft es außerdem, die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer einzunehmen. Wer nach einem bestimmten Angebot sucht, verwendet oft konkrete Formulierungen, die sich aus dem Bedarf ergeben. Auch Online-Foren oder soziale Netzwerke geben Hinweise darauf, welche Begriffe relevant sein können.
Long-Tail-Keywords und Short-Tail-Keywords:
Nun geht es an die Auswahl geeigneter Keywords. Man unterscheidet Keywords in Long-Tail- und Short-Tail-Keywords, die sich in Länge, Spezifik und Einsatz unterscheiden. Long-Tail-Keywords sind längere und präzisere Suchbegriffe, die meist aus drei oder mehr Wörtern bestehen – zum Beispiel „künstliche Intelligenz im Mittelstand einsetzen“. Sie sprechen Nutzende gezielt an, die genau wissen, wonach sie suchen, und haben oft geringeren Wettbewerb. Dadurch sind sie besonders geeignet, um eine klar definierte Zielgruppe zu erreichen und zu konkreten Aktionen zu führen. Short-Tail-Keywords hingegen bestehen meist nur aus ein oder zwei Wörtern, wie etwa „künstliche Intelligenz“. Sie sind sehr allgemein gehalten, werden häufig gesucht und weisen dadurch ein hohes Suchvolumen auf. Allerdings ist der Wettbewerb in den Suchergebnissen entsprechend hoch, und die Absicht hinter der Suchanfrage bleibt oft unklar.
Integration von Keywords auf Ihrer Website
Haben Sie die passenden Keywords ermittelt, geht es nun darum, Keywords auf Ihrer Webseite strategisch und effektiv zu platzieren. Ziel ist es, sowohl Suchmaschinen als auch Ihre Zielgruppe anzusprechen („On-Page-Optimierung“). Besonders relevant sind hier die Optimierung des Seitentitels, die Meta-Beschreibung und (Zwischen-)Überschriften, da sie für Suchmaschinen besonders relevant sind. Ihre vorab als relevant definierten Keywords sollten natürlich im Text vorkommen, vor allem in den ersten 100 Wörtern, Zwischenüberschriften und Zusammenfassungen.
Technisch sind auch Alt-Tags für Bilder wichtig, da sie den Bildinhalt beschreiben und zur Barrierefreiheit beitragen. Außerdem gilt es auch einen Blick auf die URL-Struktur einer Seite zu werfen: URLs sollten klar, kurz und keywordoptimiert sein, mit Bindestrichen statt Sonderzeichen, um Inhalte für Nutzerinnen und Nutzer und Suchmaschinen verständlich zu machen.
Vorsicht vor „Keyword-Stuffing“
Keyword-Stuffing, also das übermäßige und unnatürliche – entgegen des natürlichen Leseflusses – Einfügen von Schlüsselwörtern in Inhalte, war mal eine weit verbreitete Praxis, um Suchmaschinen-Rankings zu manipulieren. Heute führt diese Methode nicht nur zu einer schlechten Nutzererfahrung, sondern wird von Suchmaschinen aktiv abgestraft.
Mehr Informationen zu Auswahl, Monitoring und kostenfreien Tools finden Sie beim Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau.
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