SMART Standards: Wege zum Digitalisierungsvorsprung für KMU

Frau füllt eine Checkliste aus © Fotolia / BillionPhotos.com

 

SMART Standards machen Normen digital nutzbar – effizient, fehlerfrei und maschinenlesbar. Doch bisher kennt nur ein Drittel der Unternehmen das Konzept. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eröffnet sich die Chance, Abläufe zu vereinfachen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

SMART Standards sind Normen in digitalisierter Form. Sie können nicht nur von Menschen, sondern auch von Maschinen gelesen und verarbeitet werden.

Die Vision: Alle Normen sollen künftig so bereitgestellt werden, dass sie sich automatisch in digitale Systeme einfügen – etwa in Produktionsprozesse, Datenbanken oder Softwarelösungen. Der Vorteil: Prozesse werden beschleunigt, Fehler reduziert und die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg erleichtert.

Technisch bieten SMART Standards vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Inhalte stehen nicht nur als PDF oder Word-Dokumente zur Verfügung, sondern auch in maschinenlesbaren Formaten wie XML, über Datenbanken oder über Programmierschnittstellen (APIs). So können Normen direkt in digitale Unternehmensprozesse integriert werden. Unternehmen können Anpassungen direkt übernehmen, Auswertungen effizient nutzen und dadurch erheblich Zeit und Kosten sparen.

Ergebnisse des 13. Deutschen Normungspanels

Aktuell zeigt das Deutsche Normungspanel 2025: Nur rund ein Drittel der Unternehmen kennt SMART Standards – darunter vor allem große und bereits digitalisierte Betriebe. Gerade KMU sind mit SMART Standards bislang wenig vertraut, obwohl sie überproportional von vereinfachten Abläufen, schnelleren Prozessen und einer besseren digitalen Vernetzung mit Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnern profitieren könnten.

Während Branchen wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Fahrzeugbau bei der Einführung von SMART Standards bereits aktiv sind, stehen andere – etwa Metallindustrie, Konsumgüterherstellung, Baugewerbe oder Dienstleistungen – noch am Anfang. Hier gilt es, Wissen und Praxisbeispiele stärker zu verbreiten.

Die zentrale Bedeutung der Normung für die Entwicklung der deutschen, europäischen und internationalen Wirtschaft wird anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Normungsvertrags zwischen dem BMWE und dem Deutschen Institut für Normung e. V. (DIN) mit einer Jubiläumsveranstaltung am 5. November 2025 in den Fokus gerückt.

Mehr Informationen und praxisnahe Beispiele zum Thema Smarte Standards finden Sie hier.