Energiedaten im Überblick – Verbräuche verstehen, Kosten senken

Energiemonitoring© Mittelstand-Digital Zentrum Handel


Steigende Energiepreise und hohe Verbräuche stellen den Handel vor große Herausforderungen. Ein strukturiertes Energiemonitoring schafft Transparenz, deckt Einsparpotenziale auf und hilft Kosten zu senken sowie Klimaziele durch Echtzeitanalysen zu erreichen.

Die Preise für Strom und Gas in Deutschland steigen kontinuierlich und zählen bereits jetzt zu den höchsten weltweit. Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, Kosten zu senken und aktiv zum Klimaschutz beizutragen, bleibt ein bewusster Umgang mit Energie daher unerlässlich. Das Monitoring von Energie- und Betriebsdaten kann für Unternehmen ein wirkungsvolles Werkzeug sein, da basierend auf diesen Daten Potenziale zur Reduzierung identifiziert werden können.

Energiemonitoring umfasst die detaillierte Sammlung, Auswertung und Visualisierung der Energie- und Betriebsdaten eines Unternehmens und behält dabei große und kleine Verbraucher im Blick. Diese Transparenz erleichtert nicht nur die Dokumentation, Berichterstattung und Kennzahlenberechnung, sondern eröffnet auch Handlungsspielräume für Energieeinsparungen. Doch wie genau lässt sich konkret ermitteln, wie viel Energie und Kosten beispielsweise durch eine neue Wärmepumpe eingespart werden? Wie können Mitarbeitende im Unternehmen direkt informiert werden, wenn eine Kühltruhe im Verkaufsraum von der Norm abweicht, um das Problem schnell zu beheben?

Fragen wie diese begegnen vielen Handelsunternehmen im Alltag und gewinnen insbesondere bei steigenden Energiekosten an Bedeutung. Gerade in den Wintermonaten, wenn Verkaufsräume aufgrund niedriger Außentemperaturen stärker beheizt werden müssen, rückt der Energieverbrauch verstärkt in den Fokus. Übersichtliche und regelmäßige Verbrauchsdaten sind für Unternehmen jedoch das ganze Jahr über von Nutzen.

Ein einfacher Blick auf die Monats- und Jahresverbräuche reicht dabei oftmals nicht für die notwendige Detailtiefe aus und gibt kaum Aufschluss darüber, welcher Verbraucher zu welchem Zeitpunkt wie viel Energie benötigt. An diesem Punkt setzt das Energiemonitoring an, denn ein entsprechendes System erfasst die Energieverbräuche detailliert – von Sensoren an den Verbrauchern bis hin zur zentralen Sammlung, Analyse und Visualisierung der Daten. So entsteht eine fundierte Datengrundlage, die sowohl für Dokumentationszwecke als auch zur Identifikation von Einsparmaßnahmen genutzt werden kann.

Konzeptionierung eines Energiemonitoringsystems

Die Konzeption und der Umfang eines Energiemonitoringsystems hängen stark von den jeweiligen Rahmenbedingungen, individuellen Anforderungen und dem verfügbaren Budget eines Unternehmens ab – jedes System ist daher anders. Der Ablauf jedoch ist gleich: Im ersten Schritt wird die Ist-Situation analysiert und gemeinsam mit den Zielen des Monitorings in einem individuellen Messkonzept festgehalten. Dabei werden unter anderem folgende Fragen geklärt: Welche Energieträger und Energieformen werden im Unternehmen genutzt? Welche Verbrauchsdaten werden bereits erfasst? Und welche sollen zukünftig erfasst werden?

Auf dieser Grundlage kann die bereits vorhandene Messtechnik (Zähler und Sensoren) gezielt um weitere Messpunkte ergänzt werden. Zudem ist die Auswahl einer passenden Software, die die Datenaufbereitung entsprechend den individuellen Anforderungen unterstützt, entscheidend. Es gibt beispielsweise Softwarelösungen, die automatisch ein Alarmsignal senden, wenn ungewöhnlich hohe Verbräuche auftreten. Eine Kühltruhe mit auffällig hohem Stromverbrauch wird so unmittelbar erkannt, sodass schnell geprüft werden kann, ob ein Defekt vorliegt und ob eine Reinigung, Reparatur oder ein Austausch notwendig sind.  Die Software übernimmt außerdem die Zusammenführung sämtlicher Energiedaten. Dabei werden unterschiedliche Energieformen vereinheitlicht und vergleichbar gemacht. So können die Daten strukturiert, gebündelt und in aussagekräftigen Kennzahlen aufbereitet werden. Dies ermöglicht einen Echtzeit-Überblick der Energiedaten als fundierte Vergleiche der Verbrauchsdaten.

Wie ein Energiemonitoringsystem genau aufgebaut ist, welche konkreten Mehrwerte es KMU bietet und unter welchen Voraussetzungen sich die Investition in ein solches System lohnen kann, erläutert das Mittelstand-Digital Zentrums Handel in seinem Infoblatt „Energiemonitoring“.

Weitere Informationen

Zum Infoblatt Energiemonitoring

Mehr vom Mittelstand-Digital Zentrum Handel