Aufbau von KI-Kompetenz: Orientierung für kleine und mittlere Unternehmen

Leitfaden© Kristina Bodrozic-Brnic (erstellt mit KI)


Artikel 4 der EU-KI-Verordnung verpflichtet kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zum Aufbau von KI-Kompetenz. Ein Leitfaden des Mittelstand-Digital Zentrums Zukunftskultur zeigt praxisnah, wie Betriebe entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen planen und umsetzen können, um Risiken beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bewerten und diese damit verantwortungsvoll einsetzen zu können.

Mit dem Leitfaden „KI-Verordnung – KI-Kompetenz im eigenen Betrieb aufbauen“ hat das Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur eine praxisnahe Publikation erstellt, die Unternehmen dabei unterstützt, KI-Schulungsmaßnahmen im eigenen Betrieb zu planen und durchzuführen.

Ausgangspunkt ist Artikel 4 der EU-KI-Verordnung. Dieser verpflichtet die Unternehmen dazu, ein angemessenes Maß an KI-Kompetenz im Betrieb sicherzustellen. Diese Verpflichtung gilt bereits seit dem 2. Februar 2025. Dabei macht der Gesetzgeber bewusst keine starren Vorgaben. Es gibt keinen verbindlichen Maßnahmenkatalog und kein vorgeschriebenes Schulungsformat. Genau darin liegt für Unternehmen eine Chance: KI-Kompetenz kann eigenverantwortlich, kontextbezogen und passend zur eigenen Unternehmensrealität aufgebaut werden.

Warum ist es wichtig, Artikel 4 der EU-KI-Verordnung zu kennen und umzusetzen?

KI-Kompetenz ist nicht nur ein Compliance-Thema. Sie ist Voraussetzung dafür, KI-Systeme sachkundig einzusetzen, Risiken realistisch einzuschätzen und Verantwortung im eigenen Haus zu übernehmen. Die KI-Verordnung folgt einem risikobasierten Ansatz: Unternehmen müssen einschätzen, in welche Risikokategorie die von ihnen eingesetzten Systeme fallen – von minimalem Risiko bis hin zu Hochrisiko-Anwendungen – und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Damit verbunden sind zwei zentrale Aufgaben für Unternehmen:

  • Die Einordnung und Bewertung der eingesetzten KI-Systeme, sowie
  • die Rechenschaft über deren sachgerechten Einsatz, inklusive Dokumentation, festgelegten Zuständigkeiten und Überprüfung.

Ohne ein grundlegendes Verständnis von Funktionsweise, Chancen, Grenzen und Risiken von KI ist die Umsetzung dieser Aufgaben kaum möglich. KI-Kompetenz beinhaltet daher mehr als technisches Wissen. Sie umfasst auch die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu prüfen, menschliche Aufsicht sicherzustellen, Datenschutzanforderungen zu berücksichtigen, Transparenz gegenüber Kundinnen und Kunden zu gewährleisten und mögliche Verzerrungen (Biases) zu erkennen.

Im Mittelpunkt stehen typische Herausforderungen beim Thema KI:

  • Wie baut man im Betrieb KI-Wissen bedarfsgerecht auf, ohne Ressourcen zu überlasten?
  • Welche Schulungsformate für Führungskräfte und Mitarbeitende sind realistisch umsetzbar und nachhaltig wirksam?
  • Wie können Mitarbeitende befähigt werden, KI-Anwendungen und deren Risiken kritisch einschätzen und verantwortungsvoll einsetzen zu können?

Der Leitfaden zeigt, wie Weiterbildung flexibel, kontextbezogen und strategisch gestaltet werden kann. Es empfiehlt sich zunächst eine Bestandsaufnahme: Welche KI-Systeme werden im Unternehmen genutzt oder geplant? Welche Risiken sind damit verbunden? Wer arbeitet konkret damit? Darauf aufbauend lassen sich zielgerichtete Schulungsmaßnahmen entwickeln, von Grundlagenschulungen für alle Mitarbeitenden bis hin zu rollen-/ und themenspezifischen Vertiefungen.

Checklisten, Praxisbeispiele und ein umfangreicher Anhang mit praxisnahen Angeboten aus dem Mittelstand-Digital-Netzwerk erleichtern die direkte Umsetzung im Betrieb. Dabei wird deutlich: KI-Kompetenz ist ein kontinuierlicher Lern- und Entwicklungsprozess.

Damit wird KI-Kompetenz nicht als abstrakte Zukunftsanforderung verstanden, sondern als gestaltbarer Bestandteil moderner Unternehmensführung: praxisnah, rechtssicher und anschlussfähig an bestehende Prozesse.

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Leitfaden zur KI-Verordnung

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