Mittelstand-Digital: Wissen sichern für neue Förderperiode

Gruppenfoto vom letzten Treffen des alten Netzwerks Mittelstand-Digital im Juni 2026.  © Mittelstand-Digital Zentrum Bremen-Oldenburg/ DIGITAL HUB INDUSTRY Bremen

Wie lässt sich Wissen aus fünf Jahren des Netzwerks der Mittelstand-Digital Zentren für die Zukunft sichern? Ein neuer Themenhub bündelt Erfahrungen zu digitaler Souveränität, Küntlicher Intelligenz (KI), Cybersicherheit, Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit – als Orientierung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und als Wissensbasis für das ab 2027 weiterentwickelte Netzwerk.

Die Mittelstand-Digital Zentren des aktuellen Netzwerks haben in den vergangenen fünf Jahren KMU deutschlandweit bei der digitalen Transformation unterstützt – insbesondere zu den Themen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) sowie IT- und Cybersicherheit. An diese Erfahrungen knüpft das ab 2027 schrittweise startende, weiterentwickelte Netzwerk an. Digitalisierung und KI bleiben zentrale Themen; zugleich wird IT- und Cybersicherheit künftig noch stärker in den Fokus rücken. Das Wissen und die Erfahrungen aus dem bisherigen Netzwerk bilden dafür eine wichtige Grundlage. So kann die Mission von Mittelstand-Digital – KMU bedarfsgerecht, praxisnah und zeitgemäß bei der digitalen Transformation zu unterstützen – konsequent fortgeführt werden.

Das bisherige Netzwerk umfasste rund 900 Personen, die über verschiedene themenbezogene Arbeitsgruppen (AGs) deutschlandweite Expertise gebündelt haben. Aus insgesamt neun aktiven AGs lassen sich unter anderem folgende Erkenntnisse und Erfahrungen festhalten:

Digitalisierung – Digitale Souveränität als Grundlage für die digitale Transformation

Wie unabhängig sind deutsche KMU von großen internationalen Anbietern und Hyperscalern? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigte sich die AG Digitale Souveränität. Dabei ging es nicht nur um technische Alternativen wie Open-Source-Anwendungen, sondern auch um rechtliche Rahmenbedingungen und die Frage, was digitale Souveränität für KMU im Unternehmensalltag konkret bedeutet. Welche Herausforderungen dabei besonders relevant sind und wie Unternehmen ihre digitale Selbstbestimmung stärken können, zeigt der Beitrag „Digitale Souveränität für den Mittelstand“. Aus der Arbeit der AG ist zum Abschluss der aktuellen Förderperiode zudem ein neuer Souveränitäts-Check entstanden, der Unternehmen eine erste Orientierung bietet.

Künstliche Intelligenz – KI-Trainerinnen und KI-Trainer als Ansprechpersonen

Die KI-Trainerinnen und -Trainer der Mittelstand-Digital Zentren haben in den vergangenen Jahren bundesweit KMU kostenfrei und anbieterneutral bei ihren Fragen zum Thema KI unterstützt – von der ersten Sensibilisierung bis hin zu konkreten Anwendungsfällen. Dabei entstanden vielfältige Formate und wertvolle Erfahrungen für die Umsetznug von KI in der betrieblichen Praxis. Im Beitrag „KI-Trainer im Gespräch: Was macht KI-Transfer erfolgreich?“ blicken eine KI-Trainerin und ein KI-Trainer auf diese Arbeit zurück: Welche Formate haben sich bewährt? Wo liegen typische Hürden bei KI-Projekten? Und was braucht es, damit Unternehmen langfristig eigene KI-Kompetenzen aufbauen können?

Cybersicherheit – KMU-gerechte Angebote machen den Unterschied

Cybersicherheit verständlich und praxisnah an KMU zu vermitteln, war in den vergangenen Jahren eine zentrale Aufgabe der Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand. Dafür setzte sie unter anderem auf kompakte Webimpulse, praxisnahe Workshops und digitale Tools wie die CYBERsicher Notfallhilfe. Doch welche Formate erreichen Unternehmen tatsächlich – und wie lässt sich ein komplexes Thema so vermitteln, dass daraus konkretes Handeln entsteht? Der Beitrag „Cybersicherheit im Mittelstand: ‚Wir sind zu klein, um gehackt zu werden‘“ gibt Einblicke in die Erfahrungen aus der Transferarbeit und zeigt, welche Ansätze sich in der Praxis bewährt haben.

Transferarbeit – Netzwerkmanagement und Öffentlichkeitsarbeit

Neben der inhaltlichen Arbeit waren bei einem Netzwerk mit bis zu 900 Personen auch die interne Zusammenarbeit und eine einheitliche externe Kommunikation von zentraler Bedeutung. Diese Aufgaben übernahmen unter anderem die AG der Netzwerkmanager sowie die Redaktionsgruppe. Die Bilanz kann sich sehen lassen: über 820 veröffentlichte Unterstützungsmedien – darunter Publikationen und E-Learnings – sowie rund 1.500 umgesetzte Digitalisierungsprojekte und Demonstratoren für KMU. Doch was braucht es, damit Wissen und Angebote eines so großen Netzwerks die Zielgruppen tatsächlich erreichen? Der Beitrag „Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit im Netzwerk Mittelstand-Digital“ blickt darauf, welche Erfahrungen in der Kommunikation gesammelt wurden. Wie wiederum Zusammenarbeit und Wissenstransfer innerhalb eines bundesweiten Netzwerks gelingen können, beleuchtet der Beitrag „Gemeinsam erfolgreich: Faktoren für wirkungsvolle Zusammenarbeit in Netzwerken“.

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